Das Bild zeigt eine klare Szene: Ein Spieler geht zu Boden – ohne echtes Foul. Währenddessen läuft das Spiel weiter. Eine Situation, wie sie im Fußball immer wieder vorkommt.
Doch was auf dem Spielfeld eine Unsportlichkeit ist, lässt sich auch auf die aktuelle gewerkschaftliche Auseinandersetzung übertragen.
Zwei Wege, zwei Strategien
Die btü im BTBsteht im Betrieb – nah an den Beschäftigten, im direkten Austausch, lösungsorientiert im Alltag bei TÜV SÜD.
ver.di hingegen setzt verstärkt auf den juristischen Weg und sucht Entscheidungen vor Gericht.
Das aktuelle Verfahren zeigt genau dieses Spannungsfeld.
Der aktuelle Stand
Das Urteil bezieht sich ausdrücklich auf alte und nicht mehr gültige Satzungen der btü im BTB.
Gleichzeitig hat das Gericht bereits die Revision zugelassen – ein deutliches Signal, dass die Sachlage nicht abschließend geklärt ist.
Mit Spannung wird nun die schriftliche Begründung erwartet.
Worum es wirklich geht: soziale Mächtigkeit
Entscheidend ist am Ende nicht allein der juristische Ausgang, sondern die tatsächliche Verankerung im Unternehmen.
Soziale Mächtigkeit entsteht dort, wo Beschäftigte organisiert sind, sich einbringen und gemeinsam handeln.
Und genau hier liegt die Stärke der btü im BTBbei TÜV SÜD.
Unser Anspruch
Die btü im BTBsteht für:
Nähe zu den Kolleginnen und Kollegen
konkrete Lösungen im Betrieb
gelebte Mitbestimmung
Denn echte Stärke zeigt sich nicht im Gerichtssaal – sondern im Alltag der Beschäftigten.
Spiel auch du mit – echter Einsatz ist Mitgliedschaft!
Die btübaut ihre Stärke weiter aus: Bei der Wahl des IS-Aufsichtsrats konnte sich unser Kandidat Manfred Holzapfel, stellvertretender Sprecher der btü-Tarifkommission, klar durchsetzen.
Mit 546 zu 457 Stimmen entschieden sich knapp 100 Kolleginnen und Kollegen mehr für die btü– ein eindeutiges Votum für eine starke, unabhängige Interessenvertretung im Unternehmen.
Manfred Holzapfel steht seit vielen Jahren für Engagement, Erfahrung und konsequente Interessenvertretung der Beschäftigten. Diese Haltung hat überzeugt: Die deutliche Mehrheit zeigt, dass die Belegschaft eine klare Stimme im Aufsichtsrat will – und diese mit der btüverbindet.
Der Wahlerfolg ist zugleich mehr als nur ein persönlicher Erfolg: Er ist ein starkes Signal für den eingeschlagenen Weg der btü. Wir verschaffen uns Gehör – nicht nur am Verhandlungstisch, sondern auch auf den entscheidenden Ebenen der Unternehmensmitbestimmung.
Mit der Wahl von Manfred Holzapfel ist klar: Die btüist fest im IS-Aufsichtsrat verankert und wird auch dort die Interessen der Beschäftigten konsequent vertreten.
Der Vorstand der btübedankt sich herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen. Dieses Ergebnis ist ein gemeinsamer Erfolg – getragen von Engagement, Zusammenhalt und dem klaren Willen, die Interessen der Beschäftigten stark zu vertreten. Gleichzeitig gilt unser Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern im Wahlkampf, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Dieses Vertrauen ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich, den eingeschlagenen Weg entschlossen weiterzugehen.
Die TÜV SÜD Industrie Service GmbH wählt am 18.05.2026 Ihren Aufsichtsrat.
Warum der Aufsichtsrat wichtig ist:
Der Aufsichtsrat ist ein zentrales Mitbestimmungs- und Kontrollgremium im Unternehmen. Er überwacht und begleitet die Geschäftsführung, berät bei strategischen Entscheidungen und stellt sicher, dass wirtschaftliche Entwicklung, Risikomanagement, Compliance und soziale Verantwortung ausgewogen berücksichtigt werden. Damit leistet der Aufsichtsrat einen wesentlichen Beitrag zu Transparenz, Stabilität und einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung.
Besonders für die Beschäftigten ist eine starke Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat von großer Bedeutung. Sie bringt die Perspektive der Belegschaft ein, setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein und stärkt die Mitbestimmung auf Augenhöhe.
Mit der anstehenden Aufsichtsratswahl der TÜV SÜD Industrie Service GmbH geht es darum, diese Stimme der Beschäftigten aktiv zu sichern und weiter zu stärken. Eine Wahl von Kandidaten aus den eigenen Reihen steht für Nähe zum Arbeitsalltag, fundierte Kenntnis der Unternehmensrealität und ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Kolleginnen und Kollegen.
Empfehlung der btü
Die btüempfiehlt den IS‑Kolleginnen und IS‑Kollegen die Wahl von:
Manfred Holzapfel
IS GmbH Augsburg, Tarifkommission btü
Michael Dannenberg
IS GmbH München, Mitglied btü
Eine hohe Wahlbeteiligung und eine starke Unterstützung dieser Kandidaten setzen ein klares Zeichen für gelebte Mitbestimmung, Verantwortung und eine zukunftsfähige Entwicklung der TÜV SÜD Industrie Service GmbH.
Über 100 neue Mitglieder in einem Jahr bei TÜV SÜD – das ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität.
Stellvertretend für viele Kolleginnen und Kollegen haben wir unser 100. Mitglied im Jahr 2025, Constanze Ridil-Allmesberger, interviewt und nachgefragt, was sie dazu bewegt hat, der Gewerkschaft btü im BTB beizutreten und was ihr gewerkschaftliches Engagement bedeutet.
Links nach rechts: Franziska Wagner, Marcel Rath, Constanze Ridil-Allmesberger
Liebe Constanze,
es freut uns sehr, dass wir dich als 100. Neumitglied im Jahr 2025 bei der btü im BTB begrüßen durften.
Magst du dich kurz vorstellen? Wer bist du und was ist deine Tätigkeit bei TÜV SÜD? Vielen Dank und sehr gerne: Mein Name ist Constanze Ridil-Allmesberger, 55 Jahre und wohne mit meinem Mann in Augsburg. Ich bin bei TÜV SÜD seit knapp 13 Jahren tätig. Gestartet habe ich in der TÜV SÜD Management Service GmbH im Marketing. Aktuell bin ich für die TÜV SÜD CEP GmbH aktiv – als Marketing Business Partner, aber weiterhin für die Aufgaben der TÜV SÜD Management Service verantwortlich.
Wie bist du ursprünglich auf diebtü im BTB aufmerksam geworden? Die btü im BTB kenne ich schon länger – spannend wurde für mich, dass die btü im BTB jetzt als Gewerkschaft aktiv ist. Und eine Gewerkschaft lebt ja von ihren Mitgliedern.
Was war für dich der ausschlaggebende Grund, der btü im BTB beizutreten? Die Menschen dahinter und das Gefühl, dass unsere aktuelle bei TÜV SÜD zuständige Gewerkschaft nicht besonders engagiert ist. Unser Geschäft – nämlich die technische Überwachung, Auditierung, Zertifizierung, Prüfung usw. – ist hochkomplex und ich bin davon überzeugt, dass man hier eine Gewerkschaft braucht, die mit Fachexperten besetzt ist. Parallel dazu bin ich wie gesagt jetzt seit 13 Jahren an Bord und in dieser Zeit habe ich noch nie einen Gewerkschaftsvertreter von der anderen Gewerkschaft getroffen. Wir hatten letztens eine Betriebsversammlung, wo das eigentlich ein Tagesordnungspunkt war, aber leider ist auch hier keiner erschienen. Mich hätte der Austausch sehr interessiert.
Gab es einen konkreten Moment oder ein Ereignis, das deine Entscheidung beeinflusst hat? Ein TÜV SÜD‘ler – oder auch eine TÜV SÜD‘lerin – hat immer ein gutes Netzwerk. Vor allem hier in München. Dadurch wurde ich u. a. auf Veranstaltungen des btü-Frauennetzwerkes eingeladen. Hier habe ich die sehr engagierte Kollegin Franziska Wagner getroffen. Die Energie war einfach überzeugend. Parallel dazu kenne und schätze ich auch Marcel Rath sehr, auch ein gutes Argument für eine Mitgliedschaft.
Was wünscht du dir persönlich von einer Mitgliedschaft bei der btü im BTB? Ich freue mich auf das Netzwerk und die Informationen aus der TÜV SÜD Basis heraus.
Haben sich diese Erwartungen bisher erfüllt? Ich bin erst seit ein paar Wochen dabei, aber die Preisübergabe hat mich schon mal sehr begeistert (lacht). Ansonsten freue ich mich mehr zu erfahren und mein Netzwerk zu erweitern. Am 05.03.2026 hat das btü-Frauennetzwerk beispielsweise ein Mittagessen mit Aufsichtsräten organisiert – noch näher an der Belegschaft kann man meine ich fast nicht sein.
Gab es etwas, das dich positiv überrascht hat? Wie gesagt, die Energie ist toll.
Welche Rolle spielt Solidarität für dich im Arbeitsalltag? Das ist ein guter Punkt – Solidarität sollte in allen Lebensbereichen eine Rolle spielen.
Wie wichtig ist dir der Gedanke, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein? Man ist nicht bei TÜV SÜD angestellt – man ist Teil der TÜV SÜD Familie. Wir „TÜV‘ler“ stehen für Sicherheit, Vertrauen, Engagement und Zuverlässigkeit. Werte, die in einer starken Gesellschaft essenziell sind. Gemeinsames Engagement ist daher sehr wichtig und stärkt. Es freut mich, dass die btü im BTB diese Werte – so habe ich das Gefühl – gut vertritt.
Was wünschst du dir für die Zukunft der Beschäftigten bei TÜV SÜD? Ganz klassisch: Ein Arbeitsumfeld, das Freude bereitet. Mit Sicherheit für die Zukunft, Wachstum, persönlichen Entwicklungschancen etc. Das wünsche ich übrigens allen Beschäftigten in der Wirtschaft.
Was würdest du Kolleginnen, bzw. Kollegen mitteilen, die noch unsicher sind, ob sie der btü im BTB beitreten sollen? Wer sich interessiert, sollte unbedingt Kontakt zu einem Mitglied aufnehmen und sich persönlich informieren. Jeder hat eigene Bedürfnisse oder Fragen und im persönlichen Gespräch erfährt man am besten, was einen im Speziellen interessiert.
Wenn du den Gewerkschaftsbeitritt bei die btü im BTB in einem Satz zusammenfassen müsstest – wie würde er lauten? Spannend – ich war noch nie Gewerkschaftsmitglied.
Wie fühlt es sich für dich an, das 100. Mitglied zu sein? Erwartungsvoll. So wie ich es verstehe, bin ich ja das 100ste neue Mitglied nur in 2025 gerechnet. Bei btü im BTB sind ja weitaus mehr Kolleginnen und Kollegen, das muss man vielleicht dazu sagen.
Möchtest du uns zum Abschluss noch etwas mit auf den Weg geben? Natürlich ein ganz großes Danke für die Übergabe – das hatte schon einen ganz besonderen Charme.
Herzlichen Dank Constanze, dass du dir die Zeit genommen hast, um deine Erfahrungen und Beweggründe in diesem Interview mit uns zu teilen. Die persönlichen Einblicke zeigen, wie wichtig gemeinsames Engagement und Solidarität sind. Dieses Gespräch hat wieder einmal deutlich gemacht: Gewerkschaft lebt vom Mitmachen. Gemeinsam sind wir stärker, können unsere Interessen besser vertreten und Veränderungen bewirken. Deshalb lohnt es sich, Mitglied zu werden – und auch Kolleginnen und Kollegen für eine Mitgliedschaft zu gewinnen.